Neuigkeiten von den Arbeiten am Neubau des Waisenhauses

Nach einigen Monaten Baustopp gibt es nun wieder Neuigkeiten von den Arbeiten am Neubau des Waisenhauses. Im Laufe ihres Togo-Aufenthaltes hatte Lea Engel Mitte Juli noch einmal die Möglichkeit, unter den neugierigen Blicken der Dorfbewohner die Baustelle zu besichtigen. Sie hat die Fortschritte des Baus mit dem Fotoapparat dokumentiert. Der Anfang ist geschafft: Der Rohbau der neuen Heimat für die Cador-Kids steht.

Neugierige Blicke der Dorfbewohner bei der Baustellenbesichtigung

Nach einigen Monaten Baustopp haben die Bauarbeiten auf dem Gelände des Waisenhauses Mitte Juli, direkt nach der Besichtigung, wieder begonnen. Es wurden neue Rohstoffe eingekauft und die Produktion der für den weiteren Bau benötigten Backsteine hat begonnen. Sobald die Produktion der Backsteine abgeschlossen ist, können die nächsten Arbeitsschritte durchgeführt werden: Vermutlich werden zunächst vor allem Arbeiten am Fundament des Gebäudes vorgenommen werden.
Die bisherigen Arbeiten sind alle sehr zufriedenstellend verlaufen. Es wurden zwar bedeutend mehr finanzielle Mittel benötigt, um den Rohbau zu errichten, als zu Beginn des Projektes kalkuliert, doch das hat gute Gründe: Zunächst hatte die Baufirma die Kostenvoranschläge für ein simples Backsteinhaus mit Wellblechdach ausgestellt. Laut diesen Kostenvoranschlägen hätte eine verhältnismäßige kleine Summe für den Rohbau des Waisenhauses genügt. In Absprache mit der Leiterin des Waisenhauses haben wir danach jedoch neue Kostenvoranschläge für ein solides Haus, dessen Bauweise die Errichtung einer weiteren Etage offen hält, angefordert. Vor allem bezüglich der Bewehrung machte dies einen sehr großen Unterschied im Budget. Jetzt, wo der Rohbau steht, kann man allerdings auch sehen, dass das Bauunternehmen gute Arbeit geleistet hat: Vor allem für togolesische Verhältnisse wurde ein qualitativ hochwertiger Rohbau errichtet. Alle fachmännischen Besucher der Baustelle haben die Bauweise gelobt. Wir freuen uns, dass wir weiterhin mit dem gleichen Unternehmen zusammenarbeiten dürfen. Außerdem konnten erfreulicherweise Rohstoffdiebstähle, die in Togo auf Baustellen fast unvermeidbar an der Tagesordnung sind, verhindert werden. Besonders die für die Bewehrung benötigten Eisenstangen sind beliebtes Diebesgut, da eine immense Nachfrage auf dem Schwarzmarkt besteht. Wir konnten durch eine Anmietung eines kleinen Lagerraumes diesen Diebstählen vorbeugen.

Lea Engel vor dem Rohbau des Neubaus

Auch die Wasserpumpe ist natürlich nicht vergessen. Bei der Besichtigung des Baugeländes hatte Lea Engel auch die Möglichkeit, einen Blick in das Bohrloch zu werfen. Die beauftragte Firma arbeitet derzeit an anderen Aufträgen im Norden des Landes. Die Firma hat uns jedoch zugesagt, dass sie die Arbeiten fortsetzt und auch bald abschließen wird, sobald sie diese Aufträge beendet haben wird. Es wird also sicherlich in nicht allzu ferner Zukunft fließendes Wasser auf dem Grundstück geben.

Besichtigung des Bohrloches

Wir werden Sie in den nächsten Wochen und Monaten über die Baufortschritte auf dem Laufenden halten. Auch nach den nächsten Bauschritten wird das neue Waisenhaus selbstverständlich trotzdem noch nicht fertig sein. Es fehlt noch viel bis zum einzugsbereiten Haus, aber wir sind bereits auf einem guten Weg. Wie so häufig in Togo geht es Schritt für Schritt voran, denn auch so kommt man am Ende zum Ziel. Dazu brauchen wir aber natürlich weiterhin Ihre Unterstützung! Deswegen bitten wir Sie weiterhin: Unterstützen Sie uns, machen Sie auf unser Projekt aufmerksam, denn nur so können wir etwas erreichen.

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