Für 72,50 € können wir 12 Waisenkindern gute Bildung bieten

Die Zeugnisse des letzten Schuljahres in Togo sind da. Eigentlich ein freudiger Anlass, doch bei uns im Waisenhaus Cador wurden die Ergebnisse mit gemischten Gefühlen in Empfang genommen. Das Ergebnis unserer 12 Schulkinder ist ernüchternd: Fünf Kinder haben das Schuljahr nicht geschafft und müssen die Klasse wiederholen. Kinder wie Esther, Timothée und Michel sind, obwohl ausgesprochen intelligent, nur im Mittelfeld ihrer Klasse gelandet. Naomie und Wisdom haben gar den Besuch einer weiterführenden Schule vorerst verpasst. Lediglich Israel und Gloria sind unter den besten 10 Schülern ihrer Klasse vertreten. Die meisten Kinder des Waisenhaus Cador sind weit unter ihren Möglichkeiten geblieben!

Gewalt und Materialmangel im Klassenzimmer

Wir von Cador-Hilfe e.V. sehen die Gründe für das schlechte Abschneiden nicht nur in den familiären Hintergründen und frühkindlichen Erlebnissen der Kinder, sondern vor allem in der miserablen Unterrichtsqualität an der öffentlichen Grundschule in Togo. Die Zustände sind alarmierend: Bei 60 – 75 Schülern pro Klasse haben die schlecht ausgebildeten, chronisch unterbezahlten Lehrer einen harten Job. Dafür fehlt ihnen klar die Moral. Im Klartext heißt das: Lehrer sowie auch Schüler kommen und gehen, wann sie wollen. Es herrscht wenig Disziplin, dafür aber viel Gewalt in den Klassenräumen. Es fehlt an Unterrichtsmaterialien. Zudem sind die Schüler langen Streikperioden der Lehrer ausgesetzt: Zuletzt gab es Mitte des Jahres 1,5 Monate Unterrichtsausfall wegen eines ungeklärten Streits zwischen Lehrern und Regierung. Alles in allem haben die Kinder also alles andere als gute Voraussetzungen, um in der Schule erfolgreich zu sein.

Eine erste Klasse in der EPP Wonyomé, der Schule der Waisenkinder

Was wir verbessern können – mit kleinen Mitteln

Diese Umstände wollen und müssen wir dringend verändern, denn wir sind überzeugt: Der Schlüssel zu einem besseren Leben liegt – in Togo wie auch in anderen Ländern – in der Bildung! Eine dauerhafte Verbesserung der Bildungsbedingungen der Waisenkinder kann nur durch den Besuch einer Privatschule gewährleistet werden. Was für uns Deutsche nach einem Privilegium klingt, ist in Togo allerdings weit weniger Luxus: Die meisten Privatschulen werden von Kindern aus mittelständischen Familien besucht. Wie auf einer öffentlichen Schule auch müssen Unterrichtsmaterialien wie Bücher, Hefte und Stifte und einmal jährlich Schulkleidung selbst bezahlt werden. Hinzu kommen zudem Schulgebühren, mit denen Lehrer, Schulgebäude und Verwaltungskosten bezahlt werden. Eine geeignete Privatschule mit dem Namen „Complexe Scolaire Newton“ ist nur ca. 10 Minuten Fußmarsch vom Waisenhaus Cador entfernt. Für die 12 Schulkinder des Waisenhauses würden dort insgesamt Schulgebühren in Höhe von 72,50€ pro Monat anfallen.

Die Kinder in ihren Schuluniformen vor dem Waisenhaus auf dem Weg zur Schule

Gute Bildung statt Stress in der Schule

Neben den Patenschaften suchen wir nun also händeringend Unterstützung für die Bezahlung der Schulgebühren für unsere Waisenkinder. Die Gebühren werden in drei Raten bezahlt, die erste Rate steht bereits im Oktober an. Eine gute Bildung hat für uns allerhöchste Priorität, deshalb liegt es uns sehr am Herzen, diesen Schritt zu gehen. Das können wir aber nur mit Ihrer Hilfe! Wenn Sie uns mit Ihrer Spende bei der Zahlung der Schulgebühren unterstützen wollen, nennen Sie einfach bei Ihrer Spende auf unser Vereinskonto im Verwendungszweck das Stichwort „Schulgebühren“. Jede noch so kleine Spende kann helfen! Lassen Sie uns gemeinsam den Kindern aus dem Waisenhaus Cador bessere Bildungschancen bieten!

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