Die Situation im Waisenhaus Cador steht auf der Kippe – Wie wir versuchen, das zu ändern

14 Monate Mietrückstände sind dann doch zuviel. – Wir haben aus Togo die Nachricht erhalten, dass die Vermieterin des Waisenhauses dem „Centre Cador“ den Mietvertrag gekündigt hat. Sie möchte bis Ende des Monats die Schlüssel des Hauses zurück haben und droht, die Polizei einzuschalten, wenn dies nicht erfüllt wird. Nachdem es die letzten Monate gefühlt bergauf ging mit dem Waisenhaus Cador ist das jetzt ein herber Rückschlag – natürlich auch für uns vom Cador-Hilfe e.V.

Ein Dach über dem Kopf und ein Platz zum Lernen sind unabdingbar

Ohne Wohnraum kann die Versorgung der Kinder nicht gewährleistet werden

Eins steht fest: Ohne Wohnraum können die Waisenkinder nicht mehr versorgt werden. Wenn das Haus geräumt wird, müssen sie zurück in ihre Familien geschickt werden – oder das, was von diesen noch übrig geblieben ist. Der Einzug in ein neues Haus wäre unerschwinglich, denn in Lomé muss man die ersten 12 Monate Miete bereits vor dem Einzug bezahlen. In einem armen Land wie Togo ist dies eine Sicherheit für die Vermieter, um Zahlungsrückständen, die leider alltäglich sind, zumindest im ersten Jahr vorzubeugen.

Das Schlimmste abwenden

Die Situation ist sehr ernst, aber wir hoffen, dass es noch nicht zu spät ist. Wir bemühen uns um Schadensbegrenzung: Mit Hilfe Ihrer Spenden konnten wir die Mittel für die Nachzahlung von 6 Monaten Miete zusammenbekommen. Diesen Betrag haben wir jetzt nach Lomé überwiesen. Im Laufe dieser Woche wird das Geld dort ankommen und es soll ein Gespräch mit der Vermieterin stattfinden. Wir hoffen sehr, dass sie noch einmal mit sich reden lässt, das Geld annimmt und die Kündigung widerruft.

Miriam im Hof des jetzigen Waisenhauses

Nach vorne schauen – trotz Rückschlägen

Die Mietnachzahlungen konnten wir durch Einzelspenden und dank des Patenschaftsprojekts finanzieren. Ziel ist nun die regelmäßige Bezahlung der Miete, um einen Rauswurf aus den jetzigen Räumlichkeiten bis zur Fertigstellung des Neubaus zu verhindern. Natürlich ist eine Kontinuität in der Bezahlung auch für die Vermieterin wichtig, denn auch diese ist keine reiche Frau und muss ihre Familie ernähren: Sie hat zum Beispiel eine Tochter, die studiert, und muss Studiengebühren für diese bezahlen.

Leisten Sie nachhaltige Hilfe – durch eine Patenschaft!

Für diese Kontinuität sind die Patenschaften vom Cador-Hilfe e.V. ganz wichtig. Wir freuen uns, dass das Projekt gut angelaufen ist und wir schon viele Patenschaften vergeben haben. Wir suchen aber noch Paten für Daniel, Michel und Samuel! Bei diesen drei Kindern handelt es sich um sehr unterschiedliche Typen: Während Michel, der „große Bruder des Waisenhauses“, sehr aufgeschlossen und extrovertiert ist, ist Samuel ein extrem sensibles und auch eher schüchternes Kind. Samuel wirkt häufig traurig und nimmt sich viele Dinge zu Herzen. Daniel hingegen hat zusätzlich zu seinem schwierigen sozialen Umfeld auch noch mit einer geistigen Behinderung zu kämpfen, was in einem wenig entwickelten Land wie Togo durchaus schwierig sein kann. Alle drei sind absolut liebenswerte Charaktere und verdienen, wie wir denken, Ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung!

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