Zwei Wochen in Lomé – Rebecca Wilhelm berichtet über ihren Aufenthalt im Waisenhaus Cador

Ich wollte eigentlich nur meine Schwester besuchen und das aufregende Land Togo sehen. Doch stattdessen lernte ich die liebenswürdigen und unglaublich tollen Kinder des Waisenhauses Cador kennen.

Über Weihnachten 2013 reisten meine Eltern und ich für 18 Tage nach Lomé, der Hauptstadt Togos, hauptsächlich um meine Schwester wieder zu sehen. Maike, 18 Jahre alt, arbeitet und wohnt jetzt für 1 Jahr in Lomé. Zusammen mit Miriam, ebenfalls einer Freiwilligen, werden sie ein Jahr im Waisenhaus Cador die 17 Kinder unterstützen bei den Hausaufgaben und der Freizeitgestaltung.

Auch Miriam hat Rebecca sofort ins Herz geschlossen

Bereits als wir am Flughafen ankamen war ich überwältigt von all den positiv eingestellten Menschen, trotz ihrer großen Armut. Als ich dann aber ins Waisenhaus ging und die Kinder kennenlernte, war ich noch überraschter. Statt Traurigkeit oder Unzufriedenheit empfingen sie mich fröhlich, offenherzig und lachend, mir ging das Herz auf. Die Kinder sind mit so wenig zufrieden, wissen jede Kleinigkeit zu schätzen und freuen sich einfach, wenn man bei ihnen ist und Zeit mit ihnen verbringt. Ich hatte ursprünglich gar nicht vor, so viel Zeit im Waisenhaus zu verbringen. Aber während unseres Aufenthaltes wurde meine Schwester krank und konnte nicht mehr im Waisenhaus arbeiten, also war ich so gut wie jeden Tag mit Miriam bei den Kindern. Wir haben ihnen Spiele beigebracht, zusammen getanzt oder einfach nur Zeit miteinander verbracht.

Rebecca und ihre Mutter bei der Arbeit mit den Waisenkindern

Als „Weihnachtsgeschenk“ von Maike und Miriam durften alle Kinder zum Pfannkuchen essen in ihre WG kommen. Eine tolle Party. Es hat allen super gut geschmeckt, wir haben viel getanzt und gelacht. Es war ein unglaublich toller und erfahrungsreicher Nachmittag.
Leider ging die Zeit in Lomé sehr schnell vorbei und ich musste mich schon wieder schweren Herzens von den Kindern trennen. Der Abschied war nicht leicht, die Kinder weinten und wollten, dass ich bei ihnen bleibe. Ich habe ihnen versprochen, zurückzukommen. Spätestens in 2 Jahren, nach meinem Abitur. Solange halten wir den Kontakt über Briefe. Ich denke sehr oft an die schöne Zeit zurück!

Rebecca Wilhelm

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