Glorias aktueller Gesundheitszustand – weiterhin wird Ihre Hilfe benötigt

7 Tage nach ihrem Verkehrsunfall befindet sich Gloria immer noch in der „Clinique Chirurgicale de Lomé“, dort liegt das Mädchen seit ihrer Notoperation am vergangenen Dienstag. Es sind bereits kleine Fortschritte zu sehen, sie wird von Tag zu Tag wieder aktiver und fröhlicher. Schmerzen hat sie im Alltag ohne sich zu bewegen eher wenig, es bleibt allerdings abzuwarten, wie gut die riesige Wunde an ihrem Fuß heilt und wie gut Haut, Muskeln und Sehnen wieder zusammenwachsen. Zudem muss eine Infektion der Wunde oder des Knochens um jeden Preis vermieden werden.

Sie wird voraussichtlich heute im Laufe des Tages aus der stationären Behandlung entlassen und wird dann für die nächsten Wochen bei der Leiterin des Waisenhauses wohnen. Zunächst muss sie allerdings noch täglich in die Klinik zurückkehren, um den Verband erneuern zu lassen. Seit Freitag bin ich persönlich Tag und Nacht bei Gloria und beobachte ihre Fortschritte. Sie lernt bereits auf Krücken zu laufen, hat allerdings sehr starke Schmerzen bei diesen ersten Reha-Maßnahmen. Sie verbringt weiterhin viel Zeit im Bett und ist natürlich kräftemäßig noch stark angeschlagen, macht aber schon kleine „Ausflüge“ auf die Terrasse der kleinen Klinik. Seit Montag Morgen erhält sie keinerlei Schmerzmittel oder Antibiotika mehr intravenös, sondern nur noch in Tablettenform. Trotz aller Schmerzen beißt Gloria auf bewundernswerte Art und Weise die Zähne zusammen und hat viele fröhliche Momente. Wenn wir gemeinsam Musik hören und ich sie betrachte, wie sie in ihrem Bett liegt und vor sich hin tanzt und singt, bricht es mir einerseits fast das Herz, andererseits freue ich mich aber auch darüber wie fröhlich sie trotz allem ist.

Gloria in ihrem Bett im Krankenhaus

Die Klinik ist für ein afrikanisches Krankenhaus außerordentlich gut ausgestattet, die behandelnden Ärzte sind von Fach, haben alle mehrere Jahre in Europa gelernt und gearbeitet. Ohne ihr Fachwissen und ihre Hilfe hätte die extrem komplizierte Verletzung von Glorias Fuß entweder zu ihrem Tod durch zu hohen Blutverlust oder zur Amputation des Fußes geführt. Im öffentlichen Krankenhaus „CHU Tokoin“ etwa wäre eine ähnliche Operation nicht möglich gewesen, dort ist es gar Alltag, dass Krankenpfleger sich um die Versorgung derartiger Verletzungen kümmern. Selbst in der Privatklinik, in der wir die Röntgenaufnahme des Fußes am Tag des Unfalls machen ließen, wurde die Verletzung völlig falsch eingeschätzt und verharmlost. Es gäbe keine Knochenfraktur, so der behandelnde Arzt, der zuständige Traumatologe der Klinik käme in 3-4 Stunden wieder, wir sollten doch so lange auf ihn warten. Erst im dritten Krankenhaus fanden wir also professionelle und schnelle Hilfe doch dies hat natürlich auch seinen Preis.

Wir haben nun endlich die ersten Zahlen für die anfallenden Kosten für die Erstoperation und den stationären Aufenthalt erhalten. Leider fallen sie deutlich höher aus als erwartet:
Die Gesamtsumme für den stationären Aufenthalt, die Notfall-OP sowie alle Materialien beläuft sich auf 1.462.888 CFA-Franc BEAC // 2.230,16 €. Einen Großteil dieser Summe haben wir durch Ihre großzügige Spendenbereitschaft bereits zusammen, sodass wir Gott sei Dank voraussichtlich die Rechnung bald begleichen können. Dies sind allerdings noch nicht die vollständigen Behandlungskosten. Nach Glorias Entlassung müssen wir alle zwei Tage zum Verbandswechsel in das Krankenhaus kommen, auch dies muss natürlich bezahlt werden. (Wir rechnen mit ca. 200-250€ bis die Wunde verheilt ist). Es werden außerdem noch Kosten für die Reha und eine Folge-OP auf uns zukommen.

Es ist noch nicht genau abzuschätzen, wie hoch diese Kosten ausfallen werden. Wir bemühen uns derzeit um offizielle Schätzungen. Darüber hinaus planen wir für die Zukunft einen Notfall-Fond einzurichten, um auf Notsituationen beziehungsweise ernsthafte Krankheiten oder Verletzungen der Kinder des Waisenhaus Cador vorbereitet zu sein, auch wenn ich persönlich nicht vor Ort bin. Es ist uns ein großes Anliegen, ernsthafte Konsequenzen aus dem Unglück zu ziehen und daraus zu lernen, damit es in Zukunft nie wieder so weit kommt und wenn schnell geholfen werden kann.

Ich möchte mich hier schon einmal von ganzem Herzen bei allen Menschen bedanken, die uns in den letzten Tagen zur Seite gestanden haben, die gespendet oder den Spendenaufruf weiter verbreitet haben. Mir persönlich bedeutet es sehr viel, so viel Unterstützung zu erfahren in dieser harten Zeit. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass wir gemeinsam die Behandlungskosten von Gloria bewältigen können, damit wir ihr ein Leben ohne Behinderung und ohne Schmerzen ermöglichen können. Ich hoffe weiterhin auf Ihre Unterstützung bei diesem so wichtigen Anliegen und bitte Sie inständig, diesen Spendenaufruf weiter zu verbreiten! Jede noch so kleine Spende hilft uns weiter, denn nur mit der Hilfe von möglichst vielen Menschen können wir Gloria helfen und ihr in Zukunft ein gesundes Leben ermöglichen!

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