„Eine ganz andere Welt!“ – Sanaa berichtet aus Togo von ihrem Volontariat im Waisenhaus Cador

Als erste Freiwillige des Cador-Hilfe e.V. ist Sanaa vor einigen Wochen nach Lomé aufgebrochen, um dort für einige Wochen im Waisenhaus Cador zu arbeiten. Dabei wird sie überwiegend die Verantwortlichen vor Ort im Alltag des Waisenhauses unterstützen. Sie wird aber natürlich auch die Gelegenheit haben, die verschiedenen Projekte des Vereins wie das Bauprojekt, die neu gegründeten Ausbildungsbetriebe oder auch die Auswirkungen der Patenschaften hautnah mitzuerleben. Wir möchten Ihnen hier schon einmal einen kurzen Bericht von Sanaa über die ersten Tage ihrer aufregenden Reise vorstellen.

Erste Eindrücke aus Togo

Lange genug habe ich auf diese Reise gewartet… Nun war es so weit, am 31. Oktober bin ich von Frankfurt nach Lomé geflogen, mein Flug war ganz angenehm. Ich bin mit Royal Air Maroc geflogen und hatte 4 Stunden Aufenthalt in Casablanca. Dort konnte ich meine Großeltern treffen, die zurzeit dort wohnen. Nach 4 Stunden ging es weiter nach Lomé. In Lomé angekommen warteten schon Mommy (die Waisenhausleiterin) und ihr Mann auf mich. Sie haben mich sofort erkannt und mich mit Umarmungen herzlich empfangen. Mit dem Auto sind wir dann nach Hause gefahren. Dort durfte ich dann in mein Zimmer ziehen. Das Zimmer mit eigenem Bad ist schön groß und gemütlich. Am nächsten Morgen konnte ich es kaum erwarten, Togo kennen zu lernen. Mommy hat mich durch die Straßen Lomés geführt. „WOW!! Eine ganz andere Welt!“, war mein erster Gedanke. Die Natur, die Menschen – anders aber wunderschön. Sie hat mich zum Grand Marché (Großer Markt in Lomé) gebracht. Dort gibt es alles zu kaufen, wirklich alles. Alles ist sehr bunt, herzlich und ein wenig zu laut für meine deutschen Ohren.

Herzlicher Empfang – Die Kinder freuen sich über Sanaas Ankunft

Herzlicher Empfang im Waisenhaus

Am Abend sind wir dann zum Waisenhaus gefahren. Ich war von diesen Kindern sofort begeistert. Ich kam rein und alle haben mich mit Umarmungen empfangen. Sie haben mehrere Willkommenslieder für mich gesungen und waren so interessiert an mir! Diesen Empfang werde ich nie vergessen, er war so warmherzig und das von erstmal „fremden“ Kindern. Sie haben mir das Haus gezeigt. Ganz stolz zeigten sie mir ihren Wasserschlauch, der zu fließend Wasser führt, und ihre kleine Bibliothek. Im Zimmer von den Jungen habe ich mich dann mit den Kindern unterhalten. Als Michel mir einen Briefumschlag mit Fotos gebracht hatte und mir gezeigt hat, dass das seine „Eltern“ in Deutschland sind und wie gern er sie hat musste ich mir das Weinen verkneifen. Über seinem Bett hängen Bilder von seiner Patenfamilie in Deutschland. Mich hat es so sehr berührt, wie viel ihm diese Familie bedeutet, auch wenn er sie nicht persönlich kennt. Jeder fing dann an, über seine „Eltern“ in Deutschland zu sprechen. Es hat mich fasziniert, wie gut die Kinder informiert sind. Alle wussten die Namen von ihren Pateneltern. Nach diesen tollen Gesprächen mit den Kindern haben wir zu Abend gegessen und ein wenig gepuzzelt. Nächste Woche wollen wir alle gemeinsam zum Schwimmbad, darauf freuen sich schon alle riesig.

Liebe Grüße aus Lomé
Sanaa

Sanaa versteht sich auf Anhieb mit den Kindern

Ein Volontariat im Waisenhaus Cador

Im Rahmen ihres Volontariats möchte Sanaa auch ein eigenes kleines Projekt starten: Einen Deutsch-Crashkurs für die Waisenkinder, den diese sich schon so lange wünschen. Wir freuen uns schon auf weitere Berichte von ihr aus Lomé! Das Volontariat wurde vom Cador-Hilfe e.V. in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vor Ort unentgeltlich für Sanaa organisiert. Es fallen für sie lediglich die Kosten für Flug, Versicherung, Visum und Unterkunft an. Falls Sie auch Interesse daran haben, ein Volontariat im Waisenhaus Cador zu absolvieren, kontaktieren Sie uns gerne!

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