Ferien im Waisenhaus Cador – Neuigkeiten aus Lomé

Mit einiger Verspätung aufgrund von technischen Problemen melde ich mich nun wieder mit Neuigkeiten aus Lomé. Rund zwei Wochen nach meiner Rückkehr aus Kara, einer Stadt im Norden Togos, möchte ich Sie mal wieder auf den neuesten Stand bezüglich unserer Arbeit hier vor Ort bringen.

Die Kinder des Waisenhaus Cador haben Schulferien

Die Kinder des Waisenhaus Cador genießen derzeit ihre Ferien in vollen Zügen. Noch bis Ende September haben sie schulfrei. Der Alltag im Waisenhaus Cador ist daher derzeit von viel Zeit zur Erholung und zum Spielen für die Kinder geprägt. Natürlich gehen sie auch weiterhin mit Begeisterung zur Kirche und beten auch in ihrer Freizeit viel & gerne, oft nächtelang. Derzeit besuchen sie für zwei Wochen die „vacances utiles“, eine Art Ferienkurs im „Centre Kekeli“, einer gemeinnützigen Organisation hier vor Ort in Lomé. Dort wird der Schwerpunkt auf die Sensibilisierung der Kinder für Themen wie Menschenrechte, insbesondere Kinderrechte, Missbrauch und Gewalt gegenüber Kindern gelegt. Dies sind gerade hier in Togo sehr wichtige und aktuelle Themen. Die Kinder lernen während des Ferienkurses neben vielen anderen, kreativen Aktivitäten spielerisch etwas über diese ernsten Themen. Bereits letztes Jahr hatten die Kinder des Waisenhaus Cador eine Woche an den „vacances utiles“ teilgenommen und es hat ihnen so gut gefallen, dass sie auch dieses Jahr wieder teilnehmen wollten. Zudem waren die Kinder vorletzte Woche zu einem Tanzauftritt eingeladen, wo sie vor einem recht großen Publikum ihr Können zur Schau stellten. Alles in allem wird es also auch während der Ferien nie langweilig im Waisenhaus Cador.

Ferien im Waisenhaus Cador

Miriam tanzt während die Anderen für die Musik sorgen

Personelle Veränderungen stehen an

Zu Ende diesen Monats läuft der zunächst auf ein Jahr begrenzte Vertrag mit Tata Antoinette aus. In Einverständnis mit ihr haben wir beschlossen, den Vertrag nicht zu verlängern. Ihre Arbeitseinstellung entspricht leider nicht unserer Vorstellung von einer zuverlässigen Verantwortlichen, die sich um unsere Waisenkinder kümmert. Wir haben allerdings bereits eine neue Köchin für das Waisenhaus gefunden: Die freundliche „Tata“ Joli wird sich von nun an um die Versorgung der Kinder kümmern.

„Tata“ Joli ist von nun an für die Versorgung der Kinder zuständig

Gloria hat Folge-OP gut überstanden

Bald ein Jahr nach ihrem schlimmen Unfall, ist endlich eine deutliche Besserung für Gloria in Sicht. Sie hat vergangene Woche die seit langem geplante Folge-OP hinter sich gebracht und es ist alles sehr gut verlaufen. Bereits zwei Tage nach der OP konnten wir das Krankenhaus verlassen und sie lebt derzeit mit mir im Haus der Leiterin des Waisenhauses. Wie gewohnt fahren wir nun weiterhin zweimal die Woche zum Verbandswechsel ins Krankenhaus, doch es ist jetzt endlich ein Ende in Sicht. Die riesige Wunde des Unfalls ist geschlossen und wird voraussichtlich innerhalb der nächsten Wochen vollständig ausheilen. Die neue OP-Narbe, die sich an der anderen Seite des Fußes befindet, muss nun natürlich noch vollständig ausheilen, doch Gloria ist wie schon die letzten Monate sehr tapfer und geduldig. Sie beginnt nun bereits wieder mit den ersten Reha-Maßnahmen und belastet den Fuß soweit möglich. Wir erwarten, dass sie im Laufe der nächsten Monate wieder richtig laufen lernen wird – ohne Krücken. Da Gloria sich noch im Wachstum befindet, hat sich unglücklicherweise nach dem Unfall ein kleiner Längenunterschied zwischen ihren beiden Beinen ergeben, was zur Folge hat, dass sie leicht humpelt. Derzeit ist dieser Zustand leider unveränderbar, im Laufe der kommenden Jahre wird sich zeigen, ob ein erneuter Eingriff notwendig sein wird. Alles in allem ziehe ich aber ein sehr positives Fazit und möchte mich auch hier noch einmal bei all den vielen Menschen, die uns geholfen haben, Glorias Leben zu retten, bedanken! Ich werde selbstverständlich den Fortschritt weiter beobachten und Ihnen weiterhin berichten.

Gloria und ich im Krankenhaus am Tag nach der OP

Mein Aufenthalt hier neigt sich schon wieder dem Ende zu, in knapp drei Wochen werde ich schon wieder die Heimreise antreten. Bis dahin liegt noch einige Arbeit vor mir, ich werde natürlich berichten.

Bis dahin alles Liebe aus Lomé

Lea Engel

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