Was sich in den vergangenen Monaten im Waisenhaus Cador getan hat

Lange war es nun ruhig um uns, doch das heißt natürlich nicht, dass unsere Arbeit im Waisenhaus zum Liegen gekommen ist. Daher möchten wir Ihnen hier einmal wieder ein kurzes Update zu den Geschehnissen im Waisenhaus Cador geben.

Die vergangenen Monate waren im Waisenhaus wie gewohnt vom Schulalltag bestimmt. Ihr erstes Schuljahr auf der neuen Schule war für die meisten der Kinder nach einer kurzen Eingewöhnungsphase recht erfolgreich. Tonton Philippe, unser treuer Mitarbeiter seit inzwischen bereits fast drei Jahren, tut weiterhin sein Bestes, um die Kinder dabei zu unterstützen. Zu seiner Unterstützung haben wir für das neue Schuljahr einen Nachhilfelehrer für die älteren Kinder, die bereits auf eine weiterführende Schule gehen, eingestellt. Der Nachhilfelehrer unterstützt die Kinder in den Bereichen Mathematik, Physik und Chemie, in denen sie zum Teil große Schwierigkeiten haben. Das erste Schuljahr auf der neuen Schule ist bald vorbei und dann werden wir sehen, wie sich die Bemühungen ausgezahlt haben. Auch das Waisenbabyprojekt läuft gut, die Babys entwickeln sich gut und fangen bereits an zu laufen und mit den älteren Kindern mitzuessen.

Die kleine Daniella und Naomie vor der Mauer um ihr gemeinsames Zuhause

Malaria-Prävention endlich verbessert – weitere Maßnahmen für die Gesundheit geplant

Nach unserer Weihnachtsspendenaktion für neue Betten und Moskitonetzen für die Kinder konnten wir zu Beginn des Jahres endlich die Malaria-Prävention im Waisenhaus deutlich verbessern. Leider ließ sich der Tischler, der uns für die Betten einen Vorzugspreis gewährt hatte, aufgrund vieler Aufträge sehr viel Zeit mit der Produktion der Betten für die Kinder. Doch Ende April war es dann endlich soweit: jedes Kind hat nun sein eigenes Bett und Moskitonetz. Selbstverständlich ist damit das Risiko einer Malariaerkrankung bei weitem nicht vollständig gebannt, doch zumindest die Häufigkeit der Erkrankungen sollte sich – vorausgesetzt, dass die Kinder die Moskitonetze zuverlässig verwenden – verringern. Auch die Babys sind nachts bereits durch Moskitonetze geschützt.

Die neuen Betten und Moskitonetze im Zimmer der Mädchen schützen die Kinder nun nachts gegen Moskitos

Sollte ein Kind doch einmal krank werden, wollen wir stets gut vorbereitet sein. Dafür haben wir bereits nach Glorias Unfall im August 2014 einen Gesundheitsfond für das Waisenhaus eingerichtet: dieser Fond besteht aus einer größeren Summe an liquiden Mitteln, die stets vor Ort ist und im Notfall sofort und unkompliziert für Arzt- und Medikamentenkosten eingesetzt werden kann. Dieser Fond wird regelmäßig durch Spenden aufgestockt. Durch den Umzug des Waisenhauses vergangenes Jahr in eine ländlichere Gegend und die daraus resultierende Distanz zu ärztlicher Versorgung ist aber auch eine gut ausgestattete Hausapotheke wichtig für die Gesundheit der Kinder und insbesondere auch der Babys. Hier haben wir noch Nachholbedarf – bisher muss immer ein Mitarbeiter zur weit entfernten Apotheke fahren, um Medikamente einzukaufen. Daher haben wir nun beschlossen, die Hausapotheke in ausreichender Menge mit den wichtigsten Medikamenten für die Versorgung der Kinder auszustatten und dann anschließend laufend aufzustocken. Die Kosten für die Erstausstattung belaufen sich auf 141.000 FCFA (das sind etwa 215€). Wir würden uns sehr über Spenden für diesen Zweck freuen, da dies ein weiterer wichtiger Schritt ist, um die ständige Versorgung der Waisenkinder zu verbessern. Die Möglichkeit, für dieses Projekt zu spenden, haben Sie über unser neues betterplace-Projekt, das in den nächsten Tagen hier online gehen wird, oder einfach auf unser Vereinskonto (s.u.) mit dem Verwendungszweck „Medikamente“.

Sommerferien im Waisenhaus Cador – anders als gewohnt

Das Schuljahr der Kinder in Togo neigt sich nun dem Ende zu und die langen, etwa zweimonatigen Sommerferien stehen an. Üblicherweise verbringen die Kinder des Waisenhauses die Ferien nur im Waisenhaus, spielen viel und genießen ihre Freizeit. Doch dieses Jahr haben wir zum ersten Mal etwas Anderes für die Kinder geplant: Sie werden für einen Monat in ihre Heimatdörfer zurückkehren und Zeit mit den ihnen verbleibenden Familienmitgliedern verbringen. Die Babys bleiben aber natürlich im Waisenhaus für die gesamte Zeit. In diesem Monat haben wir geplant einige weitere aktuelle Defizite im Waisenhaus anzugehen, mehr Informationen dazu gibt es bald hier…

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