Samuel

Samuel Agbessi lebt seit 2007 im Waisenhaus Cador. Er ist ein friedfertiges, liebenswertes Kind. Samuel stammt aus einem Dorf im Grenzgebiet von Ghana und Togo.

Samuel ist der älteste von drei Brüdern. Aus unbekannten Gründen verließ die Mutter die Familie, so dass der Vater alleine für zwei Kleinkinder und ein Baby sorgen musste. Tagsüber kümmerten sich die Großeltern um die Kinder, damit der Vater, ein einfacher Landarbeiter, Geld für die Versorgung der Familie verdienen konnte. Als Samuel erst drei Jahre alt war, verstarb sein Vater an einem schweren Herzinfarkt. Die Großeltern, die kaum genug für sich selber hatten, wussten nicht, wie sie ihre Enkel ernähren sollen. Kurze Zeit später erfuhr die Leiterin des Waisenhauses Cador von der verzweifelten Situation der Familie. Sie besuchte die Familie und beschloss, den ältesten der drei Jungen ins Waisenhaus aufzunehmen, um die Großeltern zumindest ein bisschen zu entlasten. Ende 2007 kam der dreijährige Samuel schließlich nach Lomé und dort begann für ihn ein neues Leben. Er bekam zum ersten Mal in seinem Leben drei Mahlzeiten am Tag und begann nur wenige Jahre später, zur Schule zu gehen. Das Lernen fällt ihm nicht leicht und nimmt bei ihm sehr viel mehr Zeit in Anspruch als bei den anderen Kindern. Er hat Probleme, sich zu konzentrieren. Eine besondere Förderung für Kinder mit Lernschwierigkeiten gibt es in der togolesischen Grundschule jedoch nicht. So hinkt Samuel trotz seiner Bemühungen in der Schule immer etwas hinterher. Trotzdem geht er gerne zur Schule, denn er weiß, dass es seine einzige Chance auf ein besseres Leben ist. Außerdem ist er durch seine ruhige, liebenswerte Art bei allen sehr beliebt. Neben der Schule tanzt und malt Samuel gerne. Wenn er die Gelegenheit dazu bekommt, treibt er gerne Sport, spielt zum Beispiel Fußball.

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