Allgemeine Informationen zum Waisenhaus Cador

Mittelpunkt unserer Projekte ist das Waisenhaus Cador.

Beschriftung des Waisenhauses
Lea Engel vor Ort in Lomé

Hinter dem Waisenhaus Cador steht die Leiterin Dorcas Kpodoh. Sie ist Togolesin, Mutter von zwei kleinen Kindern und hat 2004 aus eigener Initiative heraus das Waisenhaus gegründet. Die Waisenkinder nennen sie „Mommy“, sprechen von ihr als ihre neue Mutter. Seit Gründung finanziert sie alle Ausgaben für die Kinder aus dem Waisenhaus aus eigener Tasche. Wie viele Menschen in Togo hat sie allerdings kein festes Einkommen, sondern verdient ihr Geld durch den Handel mit verschiedenen Waren – von Nahrungsmitteln bis hin zu Seife oder Stoffen. In den letzten Jahren hat sie jedoch- bedingt durch die wirtschaftlich prekäre Lage des Landes – immer mehr mit finanziellen Engpässen zu kämpfen gehabt.

Um die Versorgung der Waisenkinder zu gewährleisten, unterstützt der Cador-Hilfe e.V. Frau Kpodoh nun bei der Finanzierung des Waisenhauses. Die Zusammenarbeit läuft sehr erfolgreich seit Mitte 2012. Dorcas Kpodoh ist Projektverantwortliche vor Ort in Lomé und steht immer in engem Kontakt mit Lea Engel. Es herrscht ein sehr vertrauensvolles Verhältnis: Entscheidungen über die Verwendung der Spendengelder werden stets gemeinsam getroffen und dann von Frau Kpodoh in Lomé ausgeführt.

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2004 von der Togolesin Dorcas Kpodoh gegründet, befindet sich das Waisenhaus heute in Lomé, der Hauptstadt Togos, im Stadtteil Adidogomé. Es bietet ein Zuhause für 17 Waisen­kinder. Derzeit lebt dort eine bunte Mischung aus Voll- und Halbwaisen sowie anderweitig benachteiligten Kindern. Eins haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie kommen aus ärmsten Verhältnissen und möchten den Start in ein besseres Leben schaffen. Ziel des Waisenhauses Cador ist es, aktiv

diese benachteiligten Kinder im Leben zu unterstützen. Es sollen vor allem Bildungsmöglichkeiten sowie eine gesicherte Unterkunft und Versorgung geboten werden. Das Waisenhaus finanzierte sich dabei in den ersten Jahren nach der Gründung ausschließlich aus dem Einkommen der Leiterin – ähnlich wie beim Cador-Hilfe e.V. ist es ein wahres Herzensprojekt. Auch heute erhält es außer vom Cador-Hilfe e.V. keinerlei finanzielle Unterstützung.

So viel Lebensfreude trotz Armut

So viel Lebensfreude trotz Armut

Die Waisenkinder sind derzeit in einem Mietshaus unter­gebracht. Das Haus ist trotz der sechs Zimmer viel zu klein für seinen Zweck. Die Miete ist verhältnismäßig hoch. Hier wollen wir mit unserem Bauprojekt Abhilfe schaffen. Die Kinder werden von drei Mitarbeitern und wechselnden Freiwilligen betreut. Im Alltag wird im Waisenhaus Cador der Schwerpunkt ganz klar auf Bildung gelegt: Bei einer Alters­spanne von 6 bis 18 Jahren machen drei Kinder eine Ausbildung, der Rest geht zur Schule. Hinzu kommt der geistig leicht behinderte Daniel,

der eine besondere Rolle einnimmt und derzeit keine Schule besucht. Nebenbei üben die Waisenkinder leidenschaftlich gerne Tanzchoreographien ein und helfen – wie in Togo üblich – viel bei den alltäglichen Arbeiten im Waisenhaus.Alle Kinder im Waisenhaus Cador sind sehr gläubig und gehen häufig und gerne zur Kirche. Anders als in Deutschland wird in Togo Religion sehr fröhlich gelebt und spielt eine große Rolle im täglichen Leben.
(Mehr Informationen zu Togo finden Sie hier!)

Sorgenfrei in die Zukunft

Sorgenfrei in die Zukunft

Lea Engel hat in den letzten Jahren über fünfzehn Monate im Waisenhaus Cador verbracht. Dort hat sie die Verant­wortlichen im Alltag unterstützt – eine eindrucksvolle Zeit. Die offene und herzliche Art der Kinder lernte Lea in Togo sehr zu schätzen doch gleichzeitig wurde deutlich: Das Waisenhaus Cador braucht unsere Hilfe! Wir möchten durch die Arbeit des Cador-Hilfe e.V. dem Waisenhaus Cador wieder die Möglichkeit geben, auf eigenen Füßen zu stehen und in die Zukunft zu blicken. Zur Zeit steckt das Waisenhaus zu tief in finanziellen Problemen, um in der Lage zu sein, selbst aktiv zu werden und dem Ideal eines effektiv gut organisierten Waisenhauses, das wahre Chancen eröffnet und Perspektiven bietet, entgegenzustreben.

Unsere Projekte unterstützen das Waisenhaus dabei, die ersten Schritte auf diesem Weg zu gehen. Zum Einen ist durch die Patenschaften und durch einmalige Spenden zur Verbesserung der Lebensqualität der Waisenkinder ein regelmäßiger Geldfluss sichergestellt, um die Versorgung der Kinder langfristig aufrecht zu erhalten. Zum Anderen möchten wir mit unserem Bauprojekt durch die Errichtung eines eigenen Gebäudes für das „Centre Cador“ das Waisenhaus dauerhaft von Mietsorgen befreien und optimale Voraussetzungen schaffen für die Zukunft. Nur so wird das Waisenhaus Cador eines Tages ohne Sorgen in die Zukunft blicken und seiner Aufgabe, Waisenkindern Chancen zu bieten, optimal gerecht werden können!

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